_freie
projekte
Freie Projekte bedeuten mir besonders viel. Sie entspringen meiner inneren Motivation und dem Wunsch, meine eigenen Ideen ehrlich und ohne Vorgaben zu erforschen. Der Weg zu einer Idee beginnt oft mit Gesprächen, dem Durchblättern alter Bilder oder Texte, dem Besuch von Ausstellungen oder dem einfachen Ruf der Intuition. So breitet sich eine Vision in meinem Kopf aus und nimmt allmählich Gestalt an.
Manche dieser Projekte leben nur kurz, andere begleiten mich über Jahre hinweg. In jedem Fall teste ich Grenzen aus – inhaltlich, formal und technisch – und prüfe neugierig, wie weit ich gehen kann. Dabei schaffe ich Freiräume, in denen ich experimentiere, Fehler mache und neue Wege entdecke.
Solche freien Projekte bieten mir eine bedeutende Chance zur Weiterentwicklung, sowohl persönlich als auch fotografisch. Die daraus gewonnene Erkenntnis fließt in meine restliche Arbeit ein, verfeinert meinen Stil, schärft mein Verständnis von Bildwirkung und erweitert meine Ausdrucksmöglichkeiten. So entstehen Bilder, die eigenständig stehen und neue Impulse für meine dokumentarische, künstlerische oder konzeptionelle Arbeit liefern.
In der Zusammenarbeit lasse ich Raum für Entdeckungen, definiere klare Ziele und bleibe offen für spontane Ideen. So werden freie Projekte zu einer kontinuierlichen Lernreise, die mich inspiriert und meine Fotografie als Ganzes bereichert.
_mit tucholsky in den pyrenäen
- eine spurensuche
Vor 100 Jahren reiste Kurt Tucholsky durch die Pyrenäen und schrieb sein „Pyrenäenbuch“, das er für die Erstausgabe mit eigenen Fotografien illustrierte. Darin beschreibt er die Natur, den Austausch mit den Menschen und seine Gedanken über religiöse und kulturelle Riten.
Vor 100 Jahren reiste Kurt Tucholsky durch die Pyrenäen und schrieb sein „Pyrenäenbuch“, das er für die Erstausgabe mit eigenen Fotografien illustrierte. Darin beschreibt er die Natur, den Austausch mit den Menschen und seine Gedanken über religiöse und kulturelle Riten.
Ein Jahrhundert später folgte ich seiner Route an verschiedenen Stellen und erkunde auch unbekannte Pfade. Dabei fragte ich mich, wie sich die Pyrenäen im letzten Jahrhundert verändert haben und wie Tucholsky sie heute fotografiert hätte.
Auf der Suche danach, wie sich auch der Alltag der Bewohner in dieser Region gewandelt hat, traf ich Menschen mit sehr unterschiedlichen Lebensgeschichten in den Pyrenäen, fotografierte sie und sprach mit ihnen über ihre Situation. Dabei entstanden Fotografien, die die Bewohner und die Bergwelt der Pyrenäen in einer teils traditionsbehafteten, teil modernen Intimität zeigen.
Über die Reisegeschichte hielt ich auf dem Fotofestival “Fotopark Forchheim“ einen Vortrag.
Die Recherche zum Projekt wurde durch NEUSTARTplus-Stipendium der Stiftung Kunstfonds gefördert.
_ upcycling
Die Entwicklung eines Aperitiv-Fläschchens - von der Erwartung auf einen Abend zu zweit bis zur tröstenden Blumendekoration beim einsamen Frühstück.
Die Serie wurde im Rahmen der Ausstellung "Upcycilng"gezeigt und befindet sich im Besitz von Arbeit und Leben Hessen e.V..
_hitchcocks werk in 8 Bildern
Ein Fotomarathon in Büdingen. In 6 Stunden mussten die Teilnehmer 8 Filme in 8 Fotos umsetzen. Am Ende sollten genau 8 Fotos im Speicher sein. Alle in der Reihenfolge der Aufgaben und nicht mehr, nicht weniger.
Keine Nachbearbeitung, keine KI – nur pure, direkte Aufnahmen aus der Kamera.
Die Jury lobte die interessante Herausforderung, bei der Fotografie und kreative Elemente kombiniert wurden, um fehlende Motive zu überbrücken und bewertete meine Arbeit mit dem 1. Platz.